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9.18. Oktober 2020

Online + Frankfurt am Main

#B3Kulturkiosk – 16/2020

News

Jury für Venedig vorgestellt

Die Internationalen Filmfestspiele von Venedig haben für ihre 77. Ausgabe jetzt eine gesamteuropäische Jury zusammengestellt. Die britische Regisseurin Joanna Hogg (The Souvenir), die französische Schauspielerin Ludivine Sagnier (8 Frauen, Swimmingpool) und die österreichische Filmemacherin Veronika Franz (Goodnight Mommy) werden gemeinsam mit der Jurypräsidentin Cate Blanchett die diesjährigen Wettbewerbsbeiträge, darunter den begehrten Goldenen Löwen, auszeichnen. Außerdem in der Jury: der deutsche Regisseur Christian Petzold (Undine, Barbara), der rumänische Filmemacher Cristi Puiu (Der Tod des Herrn Lazarescu) und der italienische Schriftsteller Nicola Lagioia. Die komplette Jury steht hierhierhier. Die Filmfestspiele von Venedig sollen vom 2. bis 12. September stattfinden.

Mobile-Games-Markt wächst

Der deutsche Mobile-Games-Markt wächst um 22 Prozent. Damit erreicht er einen Umsatz von etwa 1,843 Milliarden Euro. Das geht aus den Daten des Marktforschungsunternehmens App Annie hervor. Mit 19,5 Millionen Nutzerinnen und Nutzern ist das Smartphone die beliebteste Spieleplattform in Deutschland. 11,3 Millionen Menschen nutzen zudem ihr Tablet zum Spielen. „Games für Smartphones und Tablets gehören für Millionen Deutsche fest zu ihrem Medienalltag, so wie auch Nachrichtenseiten oder der Austausch per Messenger“, so game-Geschäftsführer Felix Falk.

B3-Highlight für Emmy nominiert

Die immersive VR-Geschichte Gloomy Eyes ist für eine Emmy-Nominierung in der Kategorie Herausragendes interaktives Originalprogramm nominiert. Der argentinisch-französische VR-Dreiteiler, der ein Highlight der VR-Sektion der B3 2019 war, erzählt von der Liebe zwischen Zombie Gloomy und dem sterblichen Mädchen Nena, die allen Widerständen trotzt. Als Erzähler der englischen Version fungiert Hollywood-Star Colin Farrell.

Google-KI übersetzt Hieroglyphen

Zum Jahrestag der Entdeckung des Rosettasteins (15. Juli 1799) im Nildelta veröffentlichte Google eine KI, die ägyptische Hieroglyphen übersetzen kann. Die antike Tafel half, die ägyptische Bildschrift zu entschlüsseln, da auf ihr ein Priesterdekret von 196 v. Chr. in Demotisch, Altgriechisch und ägyptischen Hieroglyphen zu finden ist. Das Bildschrift war von etwa 3200 v. Chr. bis 394 n. Chr. im Gebrauch und umfasste zuletzt etwa 7.000 Zeichen. Googles KI-Forscher haben den Hieroglyphen-Übersetzer Fabricius in die Arts & Culture App des Techkonzerns eingebaut. Dort können Nutzer die Sprache spielerisch kennenlernen und anschließend eigene Wörter und Nachrichten übersetzen lassen. Google bietet außerdem eine Experten-Variante von Fabricius an, die sich an Sprachforscher richtet. (Quelle: Mixed)

Virtuelle Welten ohne Brille

Mit einem selbst entwickelten KI-System und einem Display in der Größe eines Fensters will ein irisches Start-up die eigenen vier Wände digital erweitern. “Roomality” zeigt z.B. traumhafte Sandstrände, die Bergspitzen der Alpen oder die Kraterlandschaft des Mondes. Sämtliche Szenarien werden in fotorealistischem 3D dargestellt und benötigen keine zusätzliche VR-Brille. Roomality nennt eine Reihe von möglichen Einsatzgebieten des brillenlosen 3D-Systems. So soll die Filmindustrie von den fotorealistischen Hintergründen profitieren und mit den KI-generierten Landschaften Kosten für ortsgebundene Drehs einsparen oder gar den Greenscreen ersetzen können. In den eigenen vier Wänden soll Roomality vor allem der Entspannung dienen. Nutzer könnten mit einem Blick aus dem virtuellen Fenster auf eine verschneite Landschaft oder einen idyllischen Strand dem Alltag entfliehen. (Quelle: Mixed)

Angebote

B3-Partner am Start: NODE20 Second Nature

Vom 2. bis 8. Oktober 2020 bringt NODE Forum for Digital Arts Künstler*innen, Designer*innen, Theoretiker*innen und Technolog*innen in einem hybriden Festivalformat zusammen, um die Rolle neuer Technologien und kreativer Praxis in Zeiten der ökologischen Krise kritisch zu reflektieren. NODE und B3 verbindet auch 2020 eine intensive Partnerschaft. Beide Veranstaltungen stehen in direktem Austausch und unterstützen sich gegenseitig in Werbung und Marketing. Die 6. Ausgabe des Frankfurter Festivals widmet sich der ökologischen Dimension von neuen Technologien und ihrem Einsatz in Kunst, den kreativen Industrien und Design. Als Reaktion auf die besonderen Bedingungen dieses Jahres wird NODE20 seine traditionellen Frankfurter Veranstaltungsorte in digital erweiterte Räume verwandeln. Alle digitalen Festivalorte können über die online Festivalzentrale mittels Browser oder App besucht werden. Alle Infos hier.

Suffragetten interaktiv

Die Frauenwahlrechtsbewegung ist seit kurzem Bestandteil der App der auflagenstärksten Zeitung der Vereinigten Staaten USA TODAY. In dem Augmented Reality-Bereich der App werden in dem Abschnitt „Heroes of Women’s Suffrage“ denkwürdige Wahlreden der drei berühmtesten Suffragetten Carrie Chapman Catt, Mary Church Terrell und Elizabeth Cady Stantond via VR wieder lebendig. Das Wahlrecht für Frauen in den USA wurde 1920 nach 70 Jahren Kampf eingeführt.

XR-Vordenker gesucht

Der Verein nextReality.Hamburg e.V nextReality.Hamburg e.V nextReality.Hamburg e.V zeichnet kreative Vordenker*innen aus und sucht dafür die besten Projekte aus den Bereichen Augmented-, Mixed- und Virtual-Reality sowie 360°-Film. Mit Preisgeldern in Höhe von insgesamt 10.000 Euro gehört der XRC-Award zu den bedeutendsten Preisen der Branche und ist wegweisend für die Entwicklung immersiver Medien und Zukunftstechnologien in Deutschland. Mitmachen können Unternehmen, Agenturen, Start-Ups, sowie Arbeiten von Studierenden, freien Künstler*innen und Entwickler*innen aus der gesamten DACH-Region. Einreichung per kurzer Projektbeschreibung, sowie mit Bildern oder Videos vom Projekt bis zum 14. August 2020 hier.

Fantasy Filmfest startet am 9. September

Bei der in diesem Jahr wegen Corona abgespeckten Variante des Fantasy Filmfests werden rund 20 Spielfilme über fünf Tage ab 9. September in sieben deutschen Städten gezeigt. Unter den ersten bekanntgegebenen Titeln sind etwa zwei interessante Langspielfilmdebüts, „Relic“, ein Horrordrama um drei Generationen von Frauen einer Familie der für ihren Kurzfilm „Creswick“ preisgekrönten Regisseurin Natalie Erika James sowie „Sputnik“, ein russischer Science-Fiction-Horrorthriller von Egor Abramenko. Vom 9. bis 13. September läuft die 34. Ausgabe des großen Publikumsfest in Berlin und Frankfurt, vom 16. bis 20. September in Hamburg, München und Nürnberg und vom 23. bis 27. September in Köln und Stuttgart.

Hilfe

Berlin greift kleinen Unternehmen im Medien- und Kulturbereich unter die Arme

Der Berliner Senat hat auf Vorlage von Kultursenator Klaus Lederer beschlossen, das Soforthilfepaket IV fortzuführen und den Anwendungsbereich auszuweiten. Demnach soll das bestehende Programm (für das Anträge nur zwischen 11. und 15. Mai gestellt werden konnten) um 30 Mio. Euro aufgestockt werden und nun auch Unternehmen im Kultur- und Medienbereich mit zehn oder weniger Mitarbeitern offen stehen, die nicht überwiegend öffentlich gefördert werden und besonders hart von der Corona-Krise getroffen sind. Hintergrund der Maßnahme sei, dass der Förderzeitraum bisheriger Hilfen sowohl des Bundes als auch des Landes Berlin in der Regel spätestens am 31. August ende. Zudem seien die kleinen Unternehmen bislang nicht erreicht worden. Mit dem nun beschlossenen Programm werde „die für September entstehende Nothilfen-Lücke bedarfsgerecht geschlossen“, so eine Mitteilung der Senatskanzlei.

Zukunft für Kinos

In Ergänzung zum laufenden Zukunftsprogramm Kino hat die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) ein weiteres investives Förderprogramm für den Kinosektor in Höhe von insgesamt 40 Millionen Euro aufgesetzt. Das Zukunftsprogramm Kino II fördert Schutzmaßnahmen gegen die Ausbreitung der Covid-19-Pandemie sowie zukunftsgerichtete Investitionen zur Stärkung der Attraktivität der Kinos bei Wiedereröffnung und Weiterbetrieb. Die Höhe der Zuwendung beträgt bis zu 80 % der förderfähigen Kosten für pandemiebedingte investive Umbau-, Modernisierungs- und Ausstattungsmaßnahmen zur Reduzierung von Ansteckungsgefahren in den öffentlichen und nicht-öffentlichen Bereichen des Kinos. Gefördert werden u.a. auch bargeldlose Kassensysteme, Online-Ticketing-Systeme sowie nachhaltige und umweltschonende Verfahren wie die Modernisierung und der Einbau von sanitären Einrichtungen und Klima- bzw. Belüftungssysteme. Start des Antragsverfahrens bei der Filmförderungsanstalt ist der 1. August 2020.

Deutsch-Französischer Förderfonds geht in die nächste Runde

Bis 8. Oktober können Projekte für den Deutsch-Französischen Förderfonds eingereicht werden. Er wurde 2015 aufgelegt und ist mit einer Gesamtsumme von 200.000 Euro pro Jahr ausgestattet; die höchst mögliche Fördersumme pro Projekt liegt bei 50.000 Euro. Ziel des Fonds ist die Unterstützung von fiktionalen Serien, die als Koproduktion beider Länder entstehen. Partner beim Deutsch-Französischen Förderfonds sind der FFF Bayern, die Film- und Medienstiftung NRW und die MFG Baden-Württemberg auf deutscher Seite sowie das CNC und die Region Grand Est auf französischer. Weitere Informationen und das Antragsformular sind auf den Homepages der beteiligten deutschen Förderer zu finden. Die MFG Baden-Württemberg hat die Koordination auf deutscher Seite übernommen; dorthin müssen die Einreichungen geschickt werden.